Pais Sport
Das Sportfachgeschäft in St.Gallen für Ski, Velo, Wandern und Laufen. Bodenständig und authentisch. So beraten wir seit 2005.

Fast wie ein "altes" Ehepaar: die Gärtner von Abtwil

Text: Denise Girardet

Roman Hugener und Andreas Egger, Garten Design AG

Sie ticken gleich, kennen sich schon lange und machen sich täglich für ihre Kunden die Hände schmutzig. Wortwörtlich. Vor zehn Jahren wagten sie den Schritt: Gemeinsam gründeten Andreas Egger und Roman Hugener die Firma Garten Design AG und haben sich damit eine eigene Welt geschaffen.

Die beiden haben vor über zehn Jahren bei derselben Firma gearbeitet. Nicht mehr alles war so, wie sie es sich wünschten, es war Zeit für etwas Neues. Roman und Andreas waren überzeugt: «Was die können, können wir auch». Und so gründeten sie ihr eigenes Unternehmen. Ohne Auto und ohne jegliche Infrastruktur. Dafür mit dem geballten Wissen von zwei motivierten Gärtnern. Ein kleiner Plan half am Anfang, ansonsten ging alles sehr schnell. Drei Monate später hatten sie bereits den Werkhof gebaut und einen Bagger gekauft. Oft hätten sie an vier Orten gleichzeitig sein müssen. Und zehn Jahre danach? Mit 15 Mitarbeitenden, davon drei Lernenden, ist die Garten Design AG zu einem regional bekannten Unternehmen herangewachsen. Mit einem modernen Maschinenpark und nachhaltigen Arbeitsabläufen übernehmen sie vor allem gerne Arbeiten in der Region. Von grossen Anfahrtswegen halten sie nicht viel. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt?

Dank den Jungen am Ball

Ein Fünftel der Mitarbeitenden sind Lernende. Kein Zufall. Das «frische» Wissen, das den Lernenden vermittelt wird, kommt allen zugute. «So bleiben wir am Ball und nicht immer im gleichen Fahrwasser. Es kam schon vor, dass unsere Lernenden etwas über Botanik wussten, das uns nicht bekannt war. Deshalb un- terstützen wir Weiterbildung und zögern auch nicht, unsere internen Abläufe zu hinterfragen», so Andreas Egger. Auch in der Gartenbranche ist die mobile Welt angekommen. Ein Smartphone mit Apps ist ein gängiges Hilfsmittel der Lernenden.

  

Verrückte Dinge ausprobieren

Bäume sind noch Bäume und gepflanzt wird immer noch in Erde. Heute wird aber vermehrt mit Glas und Keramik gearbeitet. Roman und Andreas sind oft auf der Suche nach Aussergewöhnlichem. Dafür sind sie gerade bei ihren Kunden bekannt. Beispielsweise die eigens gestalteten Brunnen für Gartenprojekte oder die aus Eisen geschweissten Feuerringe für einen Grillplausch sind Highlights. Die beiden wagen es, gewohnte Muster zu durchbrechen und so ihre Kreativität zu zeigen. Ihre Lieferanten unterstützen sie dabei. Gerne probieren Roman und Andreas auch mal etwas Verrücktes aus. «Lichtelemente sind aktuell sehr gefragt. Ich habe sie in meinem eigenen Garten installiert und kann sie so interessierten Kunden zeigen. «Mit Hilfe meiner Menschenkenntnis versuche ich die Wünsche der Kunden richtig einzuschätzen», so Roman Hugener.

Der Designer und der Gärtner

Der Firmenname – könnte man meinen – sagt schon alles. Ein Designgärtner für teures Geld also? «Wir machen alles. Pflegeleichte Gärten wie auch anspruchsvolle Gartengestaltungen. Wir sprechen alle Kundensegmente   an   und   bieten unterschiedliche Produkte für unterschiedliche Bedürfnisse. So kann man bei uns eine Thuja für CHF 20.–, aber auch Bäume für CHF 7000.–, kaufen», sagt Andreas. Was aber bei jedem Auftrag wichtig ist: Die Qualität. Einen Baum kann man auf verschiedene Arten schneiden. Für den Kunden leider nicht immer ersichtlich, zeigt sich schlechte Gartenarbeit oft erst später. Wenn die Garten Design AG also ihre Arbeiten plant, wird stets auf Langlebigkeit und Qualität geachtet. Und wie beim Velofahren empfiehlt sich auch bei Gärten ein stetiges Pflegen. Ein regelmässiger Jahresunterhalt lohnt sich, dadurch bleibt die Freude erhalten. Denn für viele Kunden ist der Garten ein Ort zum Geniessen, wohin sie sich zurückziehen können.

  

Zwei Chefs, zwei Meinungen?

Ein kleines Unternehmen und zwei Chefs. Geht das gut? «Wir sind in 99 Prozent der Fälle gleicher Meinung. Fast schon wie ein altes Ehepaar», schmunzelt Roman. Der Vorteil liegt auf der Hand. Für einen Chef ist es auch schön, nicht immer alles alleine entscheiden zu müssen. Zu wissen, dass jemand in der Nähe ist, der die gleichen Werte hat, wie man selbst, das gibt Sicherheit. Auch die Mitarbeitenden sehen keinen Nachteil darin. Manchmal empfinden sie es gerade als Pluspunkt, wenn sie die Auswahl haben. Bei Ferienanfragen wählen sie einfach den Chef aus, der sie am ehesten bewilligt …

Der Garten von Andreas Egger.

Und bei welchen Arbeiten gehen die beiden richtig auf? Für Andreas ist es die Arbeit mit dem Kunden, wenn er den Garten mit seinem Team umsetzen kann. Während der Arbeit gibt es immer wieder mal Ideen, die er einbringen kann. So wird jeder Garten individuell  gestaltet  und  passt  zum  Kunden. Und natürlich sei es auch ein tolles Gefühl, mit dem Bagger zu arbeiten. Roman ist häufig zuerst mit dem Kunden in Kontakt. Wenn es um Planung, Baugesuche und die Kosten geht, ist er der richtige Ansprechpartner. Oft ahnt er schon beim Betreten des Hauses, wie der Garten aussehen soll. Zuhören sei sehr wichtig. Denn schliesslich bringt es keinem etwas, dem Kunden etwas auf zu drücken, das dieser eigentlich nicht will. Und wenn Roman ein halbes Jahr später den Garten sieht, den Andreas nach seiner Planung umgesetzt hat … Ja, dann schlägt sein Herz höher.

Man spürt es: die beiden haben ihre eigene Welt geschaffen. Sie zeichnen die Pläne der Gärten selber, sind kreativ und offen für Neues. «Für die meisten mögen zehn Jahre nicht so viel sein. Wir sind aber stolz auf unsere kurze Geschichte», so Andreas. Die Anerkennung der Kunden bestätigt ihren Erfolg.

Was Pais vorlebt, lebt auch die Garten Design AG

Roman und Andreas zählen seit Bestehen von Pais Sport zu den Kunden. Sie schätzen es, dass das Team sie kennt und weiss, was sie brauchen. Die Beratung ist ihnen wichtig. Pais Sport ticke genauso wie die Garten Design AG. Übrigens die Wanderstrecke bei uns – wen wundert es – haben die beiden gestaltet. Macht man noch Sport, wenn man täglich viel Bewegung bei der Arbeit hat? Roman wohnt und arbeitet in Abtwil. Um die gewohnte Umgebung einmal zu verlassen, fährt er ab und zu mit dem Velo zu seinem Campingplatz im Rheintal. Oder geht eine Runde schwimmen. Andreas hat durch die Arbeit mehr Bewegung und geniesst deshalb oft seinen (riesigen!) Garten mit seiner Frau und den drei Kindern zuhause. Den Garten hat er natürlich selber gestaltet. Ja, so einen Gartendesigner als Ehemann zu haben hat durchaus seinen Reiz.