Pais Sport
Das Sportfachgeschäft in St.Gallen für Ski, Velo, Wandern und Laufen. Bodenständig und authentisch. So beraten wir seit 2005.

"Erst wenn wir unsere Patienten verstehen, können wir sie auch emotional erreichen."

Text: Denise Girardet

Dr. Wytek, Zahnarzt

Zahnarztbesuche sind unangenehm, bereiten Bauchschmerzen und kosten viel Geld, so die mehrheitliche Meinung. Dr. Wytek, seit bald 10 Jahren selbstständiger Zahnarzt, kann dies gut verstehen. Er weiss, wo die meisten Fehler passieren. Ein Gespräch mit einem Zahnarzt, der die Seychellen liebt und anderen hilft, erfolgreich zu sein.

Lässt sich ein Zahnarzt gerne von einem Zahnarzt in den Mund schauen? «Klar sagt der emotionale Teil  in mir, das müsste jetzt nicht sein, aber der rationale sagt, dass Zahnkontrolle wichtig ist.», so Dr. Wytek. Seit 2006 führt er mit seiner Frau eine Zahnarztpraxis und ein zahntechnisches Labor in Wittenbach. Und dies sehr erfolgreich. Nach der Ausbildung zum Zahntechniker war er zwei Jahre im Ausland und anschliessend hat ihn ein Studium interessiert. Stete Weiterbildung ist immer noch ein Thema. Dr. Wytek besucht oft Seminare. Wie kürzlich  in  München. Dr. Wytek lernte dort, wie man mit einem CAD-Programm (Computer-aided manufacturing, deutsch: rechnerunterstütztes Konstruieren) beispielsweise einen Zahnersatz visualisieren und anfertigen kann. Der Vorteil: Kein Abdruck im Patientenmund und dennoch ein präziser, qualitativ hochwertiger Zahnersatz.

Hohe Konkurrenzdichte

Zahnärzte gibt es einige. Genau wie Sportfachgeschäfte. Und in der Regel investieren Kunden einiges an Geld, wenn es um die Zahngesundheit geht. Gerade deshalb muss sich ein Zahnarzt – wie auch Pais  Sport  –  durch  qualitative  Arbeit auszeichnen und von der Konkurrenz abheben. Bei Dr. Wytek erhält jeder Kunde eine transparente Analyse und stets auch Alternativen angeboten. Vertrauen und Wohlfühlen ist sehr wichtig. Dr. Wytek und sein Team leben davon, dass ihre Kunden wieder kommen. «Ich frage den Patienten immer, was er sich wünscht und behandle sein Bedürfnis. Wenn Sie Laufschuhe brauchen und das Sportgeschäft mit einem Velo verlassen, ist das zwar gut für den Umsatz, das Bedürfnis des Kunden wurde aber nicht erkannt.» Fairness und Qualität sind wichtig, denn schliesslich soll die Leistung den Preis auch wert sein. Nach einem ersten Begrüssungsgespräch gibt es ein Röntgenbild und dann schaut sich Dr. Wytek die Zähne an. Im Anschluss werden die Situation und die Wünsche des Patienten in einem gemeinsamen Gespräch im Detail besprochen. Unter Druck wird niemand gesetzt. Denn Entscheidungen, die den eigenen Mund und die Gesundheit betreffen, müssen gut überlegt werden und diese Zeit muss sein. Eine Nacht darüber schlafen, sich Gedanken über Behandlungsalternativen und -kosten machen, sich danach  nochmals mit dem Zahnarzt austauschen. Ein Grund, warum die Termine in der Praxis grosszügig angelegt sind. Durch speziell reservierte Zeiten am Tag ist das Team auch auf Notfälle vorbereitet, die man schliesslich nicht planen kann. Wie bei Pais führt Dr. Wytek mit seiner Frau die Praxis und das Labor. Die Kultur eines Familienbetriebes und die tägliche persönliche Lei- denschaft sorgen für eine angenehme Atmosphäre in den Räumlichkeiten. Das spüren  natürlich  auch die Patienten. Und plötzlich geht man gerne zum Zahnarzt …  

Es gibt nur unangenehme Zahnärzte. Wirklich?

Angst vor dem Zahnarzt ist weitverbreitet. Termine werden oft hinausgeschoben und wenn der Termin endlich vereinbart wurde, kann man sich meist nur an die unangenehmen Eingriffe erinnern. Wieso diese Vorurteile gegenüber Zahnärzten? Dr. Wytek kann diese Gefühle und Meinungen nachempfinden und  er weiss auch wieso es vielen Menschen so ergeht. Die Arbeit des Zahnarztes hängt nämlich nicht nur davon ab, was er tut, sondern vor allem wie er es tut. Als Zahnarzt sollte man nichts verheimlichen oder verstecken, aber negative Suggestionen vermeiden. Dr. Wytek nennt ein Beispiel; «Ich gebe Ihnen jetzt eine Spritze.» Versus «Ich werde jetzt Ihren Zahn einschlafen, damit Sie Ihren Frieden  haben,  wenn wir dort arbeiten.» Für Kinder tönt es dann so: «Dein Zahn bekommt jetzt Schlaftröpfli …» Beim ersten Beispiel wird der Patient gleich mit negativen Assoziationen konfrontiert, ausgelöst durch das Wort «Spritze». Beim zweiten Beispiel wird dies vermieden. Kein Patient möchte gerne ausgeliefert sein, deshalb gibt es vor der Behandlung eine Verabredung: Wenn der Patient etwas Unangenehmes spürt oder einen Moment Ruhe wünscht, kann er die Hand heben und das Team macht Pause. Das gibt jedem Patienten die Sicherheit jederzeit «Herr der Lage» zu sein. Es ist beispielsweise auch sehr wichtig, Kinder vor Arzttermi- nen nicht mit negativen Assoziationen zu behelligen. Kinder sind neutral, sie haben keine Erfahrungswerte, was eine Spritze macht oder eben nicht. Für Dr. Wytek ist klar: «Diesen Umgang mit dem Patienten lernt man leider nicht in der Ausbildung zum Zahnarzt. Die Kommunikation macht also den Unterschied zwischen angenehm und  unangenehm.»

Von Praslin bis Cousine

Waren Sie schon je mal in einer schwarz eingerichteten Zahnarztpraxis? Wohl kaum. Zahnarztpraxen müssen Kundenerlebnisse erzeugen. Farben, Ein- richtungen, Gerüche oder Wörter können wiederum Suggestionen beim Patienten auslösen. Die Praxis von Dr. Wytek ist in Blau gehalten. Frisch wie das Meer oder die Seychellen. Die Behandlungsräume haben keine Nummern, sondern lauten nach Inselnamen der Seychellen: Praslin, Cousine, Mahé. «Wir arbeiten ja nicht an Maschinen, sondern mit Menschen.» In jedem Zimmer hängt auch ein Bild der Insel. Und es riecht angenehm. Hätte jemand die Augen verbunden, würde er nicht merken, dass er sich in einer Zahnarztpraxis befindet. Und wer bevorzugt nicht eine Behandlung auf der Insel Praslin? Nächstes Jahr wird das 10-jährige Jubiläum gefeiert. Am meisten stolz macht ihn, dass sich seine Praxis auf einem stabilen Niveau etabliert hat. Dr. Wytek hat nicht nur viel in die Infrastruktur seiner Praxis investiert, sondern auch in sein Team. Gestartet mit vier, besteht das Team nun aus elf Mitarbeitern. Und jeder lebt die gleiche Philosophie wie seine Frau und er. Nicht selbst-verständlich, denn eine Philosophie kann man haben. Aber nur wenn sie gelebt wird, spüren dies auch die Patienten.

Anderen helfen, erfolgreich zu sein.

Wenn man Dr. Wytek nach seinen Hobbys fragt, fallen Begriffe wir Reisen, Segeln, Sport und feines Essen. Nichts Aussergewöhnliches. Er hilft aber auch gerne anderen Menschen, erfolgreich zu sein. Wie das geht? «Ich coache und bringe Menschen gerne weiter. Kommunikation und unternehmerisches Denken wird den Studierenden während der Ausbildung zum Zahnarzt nicht vermittelt. So bereite ich beispielsweise meine Assistenzärzte optimal auf die Patientenkommunikation und deren Wichtigkeit vor.» Das A und O, denn wenn sich Menschen respektiert fühlen, fassen sie Vertrauen. Niemand stellt die fachlichen Qualifika- tionen eines Zahnarztes in Frage, jedoch sollte man den Patienten vor allem als Mensch überzeugen. Da helfen die besten Abschlüsse nichts.

Am liebsten ohne Rucksack

Wie war übrigens sein Empfinden, als er das erste Mal bei Pais Sport war? «Ich hatte eine sehr gute Beratung. Sandro nahm sich viel Zeit und hat sich nach meinen Bedürfnissen erkundigt.» Ski und Bekleidung fürs Fitness kauft er regelmässig ein. Shoppen ist aber alles anders als seine Lieblingsbeschäftigung. Gerade auch deshalb schätzt er eine gute und speditive Beratung. Und die bekommt er stets bei Pais. Und was hat Dr. Wytek im Rucksack dabei, wenn er auf Touren geht? «Am liebsten nehme ich gar keinen Rucksack mit, so werde ich durch nichts eingeschränkt. Ich komme gut auch mal mit einer Mahlzeit am Tag aus.» Ganz ohne Gepäck ist er übrigens doch nicht immer unterwegs. Wenn er seine beiden Töchter dabei hat, ist der Rucksack gefüllt mit Windeln und Trinkflaschen. Apropos: Befolgen Zahnärzte einen strikten Speiseplan? «Ich liebe die mediterrane Küche und auch Fleisch. Dass ich kein Süsses mag, ist wohl eher Zufall als beruflich bedingt.» Für seine fünfjährige Tochter ist übrigens Zähneputzen genauso normal wie die Gutenachtgeschichte. Selbst die Kleinste (gerade erst 15 Monate) schleckt mit Freude die Zahnpasta von der Bürste. Alles eine Sache der Kommunikation!