Pais Sport
Das Sportfachgeschäft in St.Gallen für Ski, Velo, Wandern und Laufen. Bodenständig und authentisch. So beraten wir seit 2005.

Editorial PaisMagazin|März 2015

Patrik Sparr, Inhaber Pais Sport

Als Kind wollte ich Sportlehrer werden. Und Sie? Meine Lehre begann ich aber als Hochbauzeichner. Mein Ziel: Architekt. Nach der Lehre war mir das Theoretische zu wenig, weil mir das Praktische fehlte. Ich absolvierte eine Zweitlehre als Maurer. Ich war damals 24 Jahre alt. Meine Frau Isabelle ist gelernte Goldschmiedin und früher genossen wir gemeinsam die freien Samstage. So waren wir an unseren freien Tagen ab und zu im Geschäft des Schwiegervaters und halfen ihm dabei, Ski zu verkaufen. Als Aushilfen gewissermassen, die ihrem Hobby frönten.

Da stand ich nun. Meine Berufswahl (so meinte ich) abgeschlossen zu haben. Ich wollte ja Architekt werden. So war mein Plan. Mein Schwiegervater offerierte mir damals den Skimarkt zu leiten. Die Selbstständigkeit lockte. Die ganze Ausbildung also umsonst? Für mich kam jedenfalls ein dritter Winter als Maurer nicht mehr in Frage. Was jetzt? Meine Schwiegereltern meinten, ich solle doch weiterhin Ski verkaufen. Mehr dank der Überredungskunst vom Schwiegervater als aus reiner Überzeugung folgte ich seinem Vorschlag. Ich verkaufte Ski. So hatte ich einen Job. Dafür benötigte ich zwar weder meine Ausbildung als Hochbauzeichner noch als Maurer, aber ich konnte mein Hobby zur Arbeit machen. 1998 war ich der Geschäftsführer vom Skimarkt. Ein Skioutlet mit Nettopreisen. Denn das Geschäft lief im Winter. Die Sommer waren hart und lang, dafür hatten wir genügend Zeit für Umbauten, Entwicklungen und Zukunftsgedanken. Denn bald merkten wir, dass wir uns nicht nur aufs Wintergeschäft konzentrieren können. Kaufen Sie mal einen Sommerschuh im Skimarkt. Genauso schräg wie es heute noch tönt, klang es damals. Ein neuer Name und ein neues Konzept mussten her. Das war vor 10 Jahren. Die Gründung von Pais Sport. Die ersten beiden Buchstaben des Vornamens meiner Frau Isabelle und mir ergeben den Firmennamen. Er unterstreicht auch die Wichtigkeit meines Teams im Geschäft. Meine Mitarbeiter sind zu meiner zweiten Familie geworden.

In all den Jahren nahmen wir immer wiedermal Anpassungen vor. Wir haben uns auf unsere Kernsportarten konzentriert, mit den besten Marken ein Shop-in-Shop-Konzept eingeführt und unsere Serviceleistungen ausgebaut. Denn heute muss ein Sportfachgeschäft das ganze Jahr etwas bieten. Gewisse Entscheidungen brauchten Mut, gewisse Entscheidungen liefen vielleicht nicht so erfolgreich wie erhofft. Und trotzdem ist der Detailhandel für mich der spannendste und schönste Beruf zugleich. Heute arbeite ich in meinem eigenen Sportfachgeschäft. Mit Leib und Seele. Nicht wie geplant als Architekt und trotzdem habe ich in den letzten 10 Jahren mein Traumhaus gebaut. Ich freue mich sehr auf unser Jubiläumsjahr und unser neues Pais Magazin.